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Virtualisierung mit Raspberry Pi

  • 11. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Manchmal sind es nicht die komplexen Probleme, die einen aufhalten.Manchmal ist es ein kleiner, unscheinbarer Fehler – der dich zwei Wochen lang beschäftigt.


Dieses Projekt begann eigentlich ganz motiviert:Ich wollte mich intensiver mit Virtualisierung beschäftigen und mir eine eigene Lernumgebung für meine Lehrabschlussprüfung aufbauen.


Die Idee war klar:


Ein eigener Server.

Eigene VMs.

Eigene Testumgebung.


Und das Ganze mit Pimox – grundsätzlich wie Proxmox und das selbe System nur für den Raspberry Pi bestimmt.



Der Plan: Eigene Virtualisierungsumgebung aufbauen


Ich wollte verstehen, wie Hypervisoren funktionieren. Nicht nur theoretisch für die Schule, sondern praktisch:

  • VMs aufsetzen

  • Netzwerke konfigurieren

  • Dienste testen

  • Fehler simulieren

  • Active-Directory üben

  • Serverrollen durchspielen


Zusätzlich habe ich mich auch mit VMware ESXi beschäftigt, um verschiedene Virtualisierungskonzepte kennenzulernen.


Der Raspberry Pi sollte meine kleine Steuerzentrale werden.


Meine eigene Testumgebung. Mein eigenes Labor.


In meinem Kopf war das alles schon fertig.

In der Realität begann das Troubleshooting.



Zwei Wochen. Nur Fehler.


Proxmox ließ sich nicht richtig installieren.


  • Fehlermeldungen.

  • Abbrüche.

  • Pakete, die nicht kompatibel waren.

  • Installationen, die scheinbar funktionierten – aber nicht booteten.

  • Ich habe Logs gelesen.

  • Neu installiert.

  • Tutorials durchforstet.

  • Foren durchsucht.

  • Versionen verglichen.


Und trotzdem: nichts.


Irgendwann kommt dieser Punkt, an dem man sich fragt:

Bin ich einfach zu blöd dafür?

Gerade als Lehrling, wenn man noch am Lernen ist, fühlt sich so etwas schnell wie persönliches Versagen an.



Der „dumme“ Fehler


Nach fast zwei Wochen habe ich den Fehler gefunden.


...Das falsche Betriebssystem.


Ein Detail.

Aber ein entscheidendes.


Ich hatte ein System aufgesetzt, das nicht zur benötigten Architektur von Proxmox passte.


Natürlich konnte das nicht funktionieren.


Als ich das realisiert habe, war ich gleichzeitig:

  • erleichtert

  • genervt

  • stolz, es selbst gefunden zu haben

  • und ein bisschen fassungslos


Zwei Wochen wegen so etwas.


Aber genau da habe ich etwas Wichtiges gelernt:


In der IT sind es oft nicht die großen Dinge.

Es sind die kleinen Details.



Der Moment, als es endlich lief


Als Proxmox dann endlich korrekt installiert war, war das Gefühl kaum zu beschreiben.


Kein Klick-Erfolg.

Kein „Download fertig“.


Sondern dieses echte:

Ich habe das Problem verstanden – und gelöst.


Ich hatte nicht aufgegeben.

Ich habe weiter gesucht.

Und am Ende lief mein eigener Proxmox-Server.



Mein Lernserver für die Lehrabschlussprüfung


Danach nutze ich diesen Server aktiv zur Vorbereitung auf meine LAP.


Ich erstelle:

  • Testumgebungen

  • Mehrere virtuelle Maschinen

  • Netzwerkkonfigurationen

  • Benutzerstrukturen

  • Serverrollen


Und mittlerweile läuft auf meinem Proxmox-Server sogar eine eigene Instanz von Nextcloud.


Das war für mich ein echter Meilenstein.


Nicht nur, weil es technisch funktioniert –sondern weil ich weiß, was dahintersteckt.



Was ich aus diesem Projekt gelernt habe


  • Logs lesen ist wichtiger als raten.

  • Troubleshooting ist ein Skill – kein Zufall.

  • Geduld ist in der IT genauso wichtig wie Wissen.


Vor allem aber habe ich gelernt:

Fehler sind kein Zeichen von Inkompetenz.

Sie sind Teil des Prozesses.



Fazit


Dieses Projekt war mehr als nur „Virtualisierung mit einem Raspberry Pi“.

Es war eine Lektion in Durchhaltevermögen.


In Systemverständnis.

Und in Selbstvertrauen.


Heute läuft mein eigener Virtualisierungsserver.


Wenn etwas nicht funktioniert, finde ich den Fehler.

Auch wenn es zwei Wochen dauert.


 
 
 

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